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Gallup Studie: Emotionale Bindung an Unternehmen weiterhin niedrig

Der Gallup Engagement Index für 2025 liegt vor. Die hohe emotionale Bindung der Mitarbeitenden ist weiterhin auf einem niedrigen Stand. Dies kann auch Personalberater Hans Ulrich Gruber bestätigen: „Eine hohe Arbeitslast und Vorgesetzte, die sich wenig kümmern, halten diesen Trend in Gang.“ Das sind seine Empfehlungen.

Nur zehn Prozent der Beschäftigten fühlen sich laut neuer Gallup Studie hoch emotional an das Unternehmen gebunden, in dem sie arbeiten. Das ist nur ein Prozent mehr als bei der letzten Erhebung, die einen historischen Tiefstand markierte. Die wirtschaftlichen Folgen waren laut dem Gallup-Index erheblich: Die Gruppe der inneren Kündiger verursachte 2025 vor allem durch den bedingten höheren Krankenstand volkswirtschaftliche Produktivitätseinbußen zwischen 119,2 und 142,3 Milliarden Euro. Ein vorgeblich weicher Faktor, wie die empfundene Bindung, kann so schnell Milliarden ausmachen. „Die Schwäche im Bindungsverhalten kommt nicht von ungefähr. Sie geht vom Arbeitgeber und seinen Vorgesetzten aus“, beobachtet Personalberater Hans Ulrich Gruber.

Wechselbereitschaft hat zugenommen

Bereits im letzten Jahr stellte Gruber fest: „Ich führe aktuell sehr viele Gespräche mit wechselwilligen Kandidatinnen und Kandidaten und die Wechselbereitschaft hat definitiv zugenommen.“ Dies liege besonders in der Industrie auch an dem hohen Druck und Tempo, welchem die Mitarbeitenden täglich ausgesetzt seien; sowohl die Führungskräfte als auch die Fachkräfte. „Durch eine hohe Auslastung und zu wenig Personal steigt der Druck und es entstehen mehr Fehler“, berichtet Gruber. In diesem Klima fühlten sich die Mitarbeitenden häufig allein gelassen. Dies gelte nach wie vor.

Emotionale Bindung senkt Wechselbereitschaft

Dies belegen auch die weiteren Zahlen der Studie. Denn der Großteil der Arbeitnehmer (rund 77 Prozent) empfinden eine geringe emotionale Bindung. „Die geringe emotionale Bindung schlägt sich auch in der Wechselbereitschaft der Beschäftigten nieder“, berichtet Gruber. Rund 40 Prozent der befragten Mitarbeitenden möchten auch in drei Jahren auf jeden Fall noch bei ihrem aktuellen Arbeitgeber tätig sein. Hier ist der Wert im Gegensatz zur letzten Studie (lag damals bei 34 Prozent) erfreulicherweise ein wenig gestiegen. „Wenn es den Unternehmen gelingt, die emotionale Bindung zu stärken, können sie die Wechselbereitschaft erheblich senken und hohe Kosten sparen, welche für die Neubesetzung der Stelle anfallen“, sagt der Personalberater.

Möglichkeiten, die Bindung zu erhöhen

Es gibt viele Möglichkeiten, die emotionale Bindung der Mitarbeitenden und auch der Führungskräfte an das Unternehmen zu stärken. Personalberater Hans Ulrich Gruber rät: „Nimm nicht mehr Aufträge an, als die Mannschaft abwickeln kann.“ Als Top Manager musste er dies auch erkennen und anerkennen: Zu viele Aufträge über eine längere Zeit können die Mitarbeitenden überlasten und den Frust wachsen lassen. Es sei darüber hinaus wichtig, sich gezielt Zeit für das Team zu nehmen und Führungskräfte regelmäßig weiterzubilden.

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